
Zur Person: In Wien geboren, in eine
typisch mittelständische Familie mit bürgerlichen Normen, wahrscheinlich
daher die Suche nach "Echtheit", Intensität und Sinn
als Lebensthema. Deshalb auch kein wirtschaftlicher oder technischer, sondern ein sozialer Beruf. Beginne und unterbreche (für 14 Jahre) das Psychologiestudium
- zu wenig praxisnah - und absolviere stattdessen die Akademie für
Sozialarbeit.
Danach Psychotherapieausbildung, weniger aus beruflicher
Perspektive, sondern aus Lust an Selbsterfahrung. Gestalttherapie: Hier finde
ich genau das, was ich seit Jahren suche: Leben im Hier und Jetzt, unmittelbar,
intensiv, direkt.
Ende der 80-er Jahre Beginn der psychotherapeutischen
Tätigkeit. Beratungstätigkeit an einem Jugendamt und an der Wiener
Männerberatung.
In den 90-er Jahren wechseln die Schwerpunkte. Paar- und
Sexualtherapie (mit
Mona Rut), später Kinder- und Jugendtherapiegruppen (mit Christine Bodendorfer), und Einzel- und
Gruppenarbeit vorwiegend mit Männern. Unterrichte an Sozialakademien zu
männerspezifischen Themen, dann Lehrauftrag zu Sexualberatung und
Sexualtherapie. Möchte, falls ich mal Zeit dazu finde, die im europäischen Raum
eher raren Konzepte zur geschlechtsspezifischen Sexualtherapie bereichern.
Mitte der 90er Jahre ein weiterer Schwerpunkt, der mich bis
heute nicht mehr loslässt: Arbeit mit gewalttätigen Männern, entwickle mit
meinem Kollegen Heinrich Kraus ein Trainingsprogramm zum Gewaltabbau, das wir
mit Unterstützung eines Ministeriums an der Männerberatung
durchführen. Viele Vorträge und Workshops, auch im Ausland, macht Freude, etwas
begründen und weitergeben zu können. Daher betreffen auch die meisten
Artikel, die ich in letzten Jahren schreibe,
dieses Thema. Erhalte Anfragen von Justizanstalten bezüglich Einzel- und
Gruppentherapie.
Versuche, nicht in psychotherapeutischer Tätigkeit zu
versinken, sondern - in "alter" Sozialarbeitertradition - die beruflichen Themen
zu öffentlichen zu machen. Gründung von Vereinen und Initiativen, z.B.
White Ribbon Österreich. Engagiere mich
beim Verein (ÖAGG), in dem ich
zum Gestalttherapeuten graduiert wurde, leite dort von 1998 bis 2002 den Wiener
Bereich.
Bei der psychotherapeutischen Tätigkeit und auch beim
Unterrichten erlebe ich mich als Gestalttherapeut,
setze auf das Hier und Jetzt, Forcieren von Selbsterfahrung statt Erklären,
Deuten und Spekulieren; auf Unmittelbarkeit und den persönlichen Kontakt.
Neben den laufenden Einzel- und Gruppentherapien viele Gestalt-Workshops in freier Praxis und bei institutionellen Trägern
(z.B.
Sozialakademien, Propädeutikumsausbildungen, WIFI Wien). Beschliesse, mein Psychologiestudium fertigzustellen, was mir 2002
auch gelingt. Durch die Schwerpunktsetzung "Genderforschung" wird
das Studium etwas
interessanter. Im Bereich der Diagnostik kann ich dazulernen, hilfreich für
Einzel- und Gruppentherapie.
im Jahr 2003 zieht es mich doch wieder in die Vereinsarbeit
und ich werde in den Vorstand der
Fachsektion für Integrative Gestalttherapie als Graduiertenvertreter
gewählt.
2004 übernehme ich einen Lehrauftrag an der Fachhochschule für Soziale Arbeit.
Ab 2004 erweitere ich die forensische Arbeit an Justizanstalten. Im Jahr 2008
erhalte ich einen Lehrauftrag für Einzelanalysen in der Fachsektion für
Integrative Gestalttherapie.